Nathalie Meyer tanzt


An Pfingsten schloss ich mich ziemlich spontan einem Tanz-Camp an. Ein Freund von mir hatte nämlich noch eine Tanzpartnerin gesucht und ich dachte, wieso auch nicht; mal wieder etwas Neues lernen und eine kleine Reise ins Südtirol an Pfingsten kann nicht schaden.

Ich lernte verschiedenste Tanzschritte kennen: Wir stiegen mit dem Englischen Walzer ein, was eigentlich noch ganz flott ging. Beim anschliessenden Foxtrott kam dann der erste Frust, da der Tanzlehrer uns, meiner Meinung nach, etwas hängen liess. Der Grundschritt war bei mir schnell drin und ich wollte mehr lernen und schneller vorwärts gehen.

Regel 1: Step by Step

Ich war ganz der Meinung des Tanzlehrers, dass man Step by step lernen sollte und man bei den Grundelementen anfangen sollte; nur hätten die Steps etwas schneller vorwärts gehen können. So habe ich aber gemerkt, dass wenn Erfahrene mir Tipps gaben, ich zum Teil die Basics dazu noch nicht hatte. Der Tanzlehrer hingegen hatte einen Plan, wie man das Fundament baut, um darauf später aufzubauen.

Natürlich musste der Tanzlehrer einen Spagat zwischen all den Niveaus, welche in der Gruppe zu finden waren, meistern. Aber wenn ich unseren Unterricht im Goshindo ansehe oder auch meine Groupfitnesslektionen in Bauma, weiss ich, dass man auch ein cooles Training für unterschiedliche Levels gestalten kann, so dass alle profitieren. So empfand ich es dann auch als viel cooler, dass wir in der dritten Lektion, obwohl wir eine fortgeschrittene Figur aus dem Discofox anschauten, auch gleich mitmachen konnten.

Den darauf folgenden Tanz, Jive war mir schon etwas aus meiner Primarschulzeit – also fast 25 Jahre her – bekannt, darum ging‘s auch dort verhältnismässig gut. Vielleicht liegt’s beim Jive auch einfach an der guten Musik. Aber auch der Tango und der Chachacha machten Spass und ich konnte Einiges mitnehmen.

Regel 2: Immer mal wieder Back to Basics

Was ich nicht ganz verstanden habe, wieso man nicht öfters Partner wechselt. Ich bin der Überzeugung, dass jeder von einem anderen profitiert, egal ob Anfänger oder Fortgeschritten. Der Anfänger spürt, wie es sich richtig anfühlt und der Fortgeschrittene muss nochmals ganz zurück zur Basic und sich überlegen, was man eigentlich genau macht, statt alles automatisch abzuspulen. In egal welchem Sport ist, nach meiner Meinung, das zeitweise Zurückgehen zu den Basics sehr sinnvoll.

Neues Probieren hilft weiter zu kommen

Alles in Allem war das Camp super organisiert, die Leute sehr sympathisch und ich durfte mal wieder ganz viele neue Dinge lernen – was ich allen empfehlen kann. Denn auch im Sport hilft es, wenn man als Ergänzung oder Abwechslung immer mal wieder etwas Neues probiert. Es hilft der Koordination, gleicht allfällige Ungleichgewichte aus und fordert den ganzen Körper und Kopf heraus.

Auch aus Therapeutensicht bin überzeugt, dass wenn man offen ist für Neues, man viele Beschwerden ringer lösen kann. Denn oft nützt es nichts vom Alten mehr zu machen, sondern man sollte es mal anders angehen und Neues probieren.

#Groupfitness #Mentaltraining #Ressourcen #Koordination #Sport

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