Nathalie Meyer bewegt – Auch mit einem Kreuzbandriss


„Dank Ihrer gut ausgeprägten Muskulatur ist nichts passiert. Sie hatten wohl Glück; es ist nur eine Muskelzerrung“ hiess es beim Arzt. Eigentlich wusste ich es ja schon 3 Sekunden, nachdem es passierte, was es sein könnte: Ein Kreuzbandriss. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und meine Surf-Ferien wollte ich sowieso durchziehen. Lustigerweise hat das auch wunderbar geklappt.

Anmerkung zum Video: Ok, am Style man noch üben...


Schon vor den Ferien hatte ich den Verdacht, dass mein Arzt etwas zu optimistisch war. Das Surfen ging zwar einigermassen gut, nach den Ferien begab ich mich dennoch direkt ins Spital für ein MRT, wo ich dann die frohe Botschaft erhielt: „Dank Ihrer gut ausgeprägten Muskulatur hat man das nicht erkannt. Sie haben Glück, ohne diese wären Sie schon viel früher wieder hier gestanden – quasi vor den Surf-Ferien..“ Über Glück oder Unglück kann man sich nun streiten.

Natürlich kommt das Ganze gerade zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Schon bald möchten wir in Effretikon mit neuen Kursen starten und auch auf dem Juckerhof wollen wir Outdoor Fitnesslektionen leiten. Auch stehen diverse Acro Yoga Workshops in meiner Agenda...


Janu, einen günstigen Zeitpunkt gibt es ja für einen solchen Unfall wohl eh nie. Ich versuche nun das Beste daraus zu machen: Trainieren was geht und ich schaue vor allem, dass ich meine Beinmuskulatur aufs Maximum bringen kann, bis dann wohl ziemlich sicher ein OP-Termin ansteht. Ich weiss ja bereits, wie es geht: Velofahren, Krafttraining für die Beine und Dehnungsübungen sind Pflicht. Alles andere wird ausprobiert, ob es funktioniert, und wenn ja, dann mit umso mehr Freude ausgeführt.


Das richtige Training bei Kreuzbandriss

Ich nehme meine Erfahrung fürs Aufbautraining aus dem ersten Kreuzbandriss mit resultierender Operation mit. Damals rutschte ich von einem Gymnastikball ab, auf dem ich Squats, also Kniebeugen, trainierte. Ja natürlich, ohne mich irgendwo festzuhalten. Das ging vorher mehrmals gut und dann wegen den falschen Schuhen wohl einmal nicht. Nun kam das andere Knie nach einem Sprungkick im Kampfkunsttraining dran.


In der damaligen Sportphysiotherapie nach dem ersten Riss mit Operation habe ich sehr viel gelernt, was die Reha bei einem Kreuzbandriss anbelangt.


Egal, ob man operiert oder nicht, ein gutes Beintraining ist extrem wichtig, um das Knie stabil zu halten. Denn unser Körper baut ab, was er „nicht“ an Muskeln benötigt. Das sind nach einer Op schnell mal 40 bis 50 % der Muskelmasse, die durch Immobilität und fehlende Belastung fehlen. Mit drastischen Folgen: Ein instabiles Gelenk führt zum Verschleiss von Knorpel und Meniskus und daraus kann sich frühzeitig eine Arthrose des Kniegelenks entwickeln.

Eine herkömmliche Physiotherapie reicht nach den ersten Wochen meist nicht. Wer fit und mobil sein will, muss Eigeninitiative zeigen und das am besten sein Leben lang. Natürlich sollte und kann man auch andere Körperpartien fleissig weitertrainieren, dies wird oft vergessen oder als Ausrede für gar kein Training während der Rehaphase genutzt.


Gerne zeige ich auch Ihnen, wie Sie Ihre Beinmuskulatur und natürlich auch den Rest des Körpers effektiv trainieren.


Die gute Nachricht zum Schluss: Ich werde weiterhin meine Trainings und Therapien für meine Kunden durchführen können und auch dem Tag der offenen Tür steht nichts im Weg.


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