Atemtherapie Seminar: Trauma


Atemtherapie Seminar Trauma
Am Freitag und Samstag stand für mich erneut ein Seminar auf dem Programm namens "Trauma – Auswirkungen, Diagnostik und ganzheitliche Therapiekonzepte". Ein Thema, das mich sehr interessiert und bei dem Sie mit einer Therapie viel erreichen können.

Das Seminar hat mich speziell interessiert, da ich selber ein Schleudertrauma hatte und eine Klientin bereits behandeln durfte, welche in der Kindheit ein Trauma, durch einen sexuellen Übergriff, erlebte. Auch meine Diplomarbeit habe ich zum Thema Atemtherapie und Traumaarbeit geschrieben und die Bestnote "ausgezeichnet" erhalten.

Ziel des Seminars war das Verstehen der Hintergründe von Traumatisierungen und deren Auswirkungen auf Körper, Geist und Alltagsleben auf individueller Ebene. Interaktiv – sowie verstärkt durch Video-, Bild- und Textmaterial – haben wir uns den traumaspezifischen Symptomen genähert. Stabilisierende, ressourcenfördernde Interventionen haben wir unter Integration von gesprächs-/ körper-/ kreativtherapeutischen Strategien erarbeitet.


Ein Trauma kann ausgelöst werden durch:

  • Unfällen/Operationen

  • schweren Krankheiten

  • Grenzüberschreitende Erlebnisse

  • starke emotionale/seelische Belastungen

Besonders beeindruckt hat mich die vielfältigen Facetten, in denen sich die Folgen von traumatischen Erfahrungen zeigen können: Persönlichkeits-, Ess-, Angst-, Zwangsstörungen und Sucht sind nur einige davon. Ein Trauma kann sich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich auswirken. Traumatische Ereignisse werden von den Betroffenen als intensive Bedrohung erlebt und lösen eine grosse Angst aus, die von Macht- und Hilflosigkeit begleitet ist.


Blockaden mit der Atemtherapie lösen

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass man mit der Atemtherapie vor allem auch auf der körperlichen Ebene einen sehr guten Zugang zum Thema Trauma findet. Durch Schock, Trauma und seelische Erschütterung geschieht es, dass die Zugänge zu den einzelnen Atemräumen blockiert sind. Der Atem wird flach, die Entspannung leidet, Beschwerden stellen sich ein. Wenn Menschen sich in existentiell bedrohlichen Situationen befinden, aus denen sie weder fliehen noch sie bekämpfen können, kommt es zur Ausschüttung grosser Mengen von Stresshormonen, die blockiert bleiben. Das Trauma sitzt dann quasi im Körpergedächtnis fest.


Durch achtsames Dasein in der Therapie, kann der Körper zeigen, was er gespeichert hat und so das Erlebte langsam und dosiert verarbeiten. In der Atemtherapie lernen Sie wieder auf die Empfindungen des Körpers zu hören, ihm zu vertrauen und sich zu entspannen. Schritt für Schritt ist es so möglich, die gestaute Energie, in Verbindung mit dem Atem, zu lockern und das Nervensystem auszugleichen. Die Behandlung in der Einzelsitzung findet meist am bekleideten Körper auf der Liege statt. Auch zeige ich Ihnen Übungen, welche Sie ganz einfach in den Alltag integrieren können, welche Sie ins Hier & Jetzt holen und Ihnen Stabilität geben.


In der Atemtherapie suchen wir zudem nach Ressourcen, welche Sie gezielt stärken können. Für akute Situationen erarbeiten wir einen Notfallkoffer, den Sie einsetzen können.


Die Atemtherapie erfolgt im Normalfall über mehrere Sitzungen. Kontaktieren Sie mich für einen Termin.

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