Wie kann ich besser in den Bauch atmen?


Wie atme ich besser in den Bauch?
Lernen Sie wieder in den Bauch zu atmen. Das ist "gesund" und entspannt.

Eigentlich ist die Bauchatmung etwas ganz Natürliches: Babys atmen automatisch in den Bauch, das heisst, beim Einatmen dehnt sich ihr Bauch weit nach aussen und beim Ausatmen geht er wieder zurück. Bei vielen Menschen verändert sich die Atmung im Laufe des Lebens - sie wird vermehrt von der Bauch- zur Brustatmung.


Unterschiede bei Bauch- und Brustatmung

Im Groben unterscheidet man zwischen Brust-, Flanken und Bauchatmung: Bei der Brustatmung erweitert sich im Wesentlichen der Brustkorb. Die Rippen ziehen das in diesem Fall meist mehr oder weniger passive Zwerchfell in die Höhe, die Bauchwand bewegt sich kaum. Im Gegensatz dazu werden bei der Bauchatmung (Zwerchfellatmung) durch Zusammenziehung des Zwerchfells die Eingeweide runtergedrückt und der Bauch wölbt sich vor. Im Normalfall werden Brust- und Bauchatmung miteinander kombiniert, sowohl bei tiefer als auch bei oberflächlicher Atmung. Bei der Flankenatmung hingegen weiten sich die Rippen nach aussen, statt nach oben.


Gesunde Vorteile der Bauchatmung

Bauchatmung wird als die gesündere Form der Atmung betrachtet. So wird weniger Energie verbraucht als bei der Brustatmung. Zudem sinkt dabei der Blutdruck und die Verdauung wird gefördert, da das Zwerchfell die Organe durch die Bewegung massiert. Bei dieser Massage wird übrigens auch das Nervengeflecht im Bauchraum massiert, welches die körperliche und geistige Entspannung fördert. Personen die vermehrt in den Bauch atmen, handeln oft gelassener, sind ruhiger und selbstbewusster.


Brustatmung ist weniger entspannend

Stress und Verspannungen können durch vermehrte Brustatmung entstehen und diese wiederum fördern: Die Atmung wandert bei Stress und auch bei physisch anstrengender Tätigkeit (siehe Blogpost "Wie komme ich weniger aus der Puste") nach oben in den Brustbereich. So entwickeln wir uns langsam zu reinen Brustatmern. Wir verlernen die Bauchatmung und die Möglichkeit, uns tief zu entspannen. Oft entstehen auch Verdauungsprobleme, da die Verdauungsorgane nicht mehr gleichermassen durchs Zwerchfell massiert werden.


Übung: So kontrollieren Sie Ihre eigene Atmung

Legen Sie eine Hand auf den Bauch und die andere auf den oberen Brustkorb. Jetzt atmen Sie mehrere Atemzüge, ohne sie beeinflussen zu wollen. Wie bewegen sich die Hände? Welche Hand bewegt sich stärker, die auf dem Brustkorb oder die auf dem Bauch?


Und nun? Ziel ist es, dass die Atmung flexibel bleibt, so dass sie vor allem in Ruhephasen beispielsweise beim Sitzen oder Schlafen sich automatisch anpasst und in die Bauchatmung wechselt. Bei körperlicher höherer Anstrengung darf und soll sie in die Burstatmung wechseln können. Natürlich kann die Bauchatmung auch bewusst eingesetzt werden. So machen dies gute Sänger, Sprecher und Blasmusikern zur Atemstütze.


Gerne zeige ich Ihnen, wie Sie Ihre Atmung mit Übungen „trainieren“ können. Buchen Sie dazu eine Atemtherapie Einzelsitzung.


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